Aktiv in der Rhön Wandern & Hütten

Hochrhöntour – eine abwechslungsreiche Wanderung mit ständig wechselndem Blick auf das Plateau der Langen Rhön

geschrieben von Julia Träger

Die knapp 15 km lange Wanderung im größten außeralpinen Naturschutzgebiet Bayerns („Lange Rhön“) beginnt für die meisten Wanderer am Parkplatz Schornhecke. Die Anreise ist auch mit dem Hochrhönbus Linie 8260 vom 01.Mai – 31. Oktober möglich. Die Haltestelle ist jeweils rund 150 m von den Parkplätzen Schornhecke oder „Thüringer Hütte“ entfernt.

Vom Parkplatz Schornhecke aus quert man den „Franzosenweg“ und steigt zum „Schwabenhimmel“ hinauf. Mit 913 m über dem Meeresspiegel erreicht man schon nach kurzer Zeit den höchsten Punkt des Rundweges. Kurz unterhalb des höchsten Punktes gelangt man zur Gedenkstätte des Rhönklubs. Der offene Blick über die Rhön oder der Rastplatz laden schon hier zum Verweilen ein. Über das Hochplateau hinweg steigt man gemächlich ab, quert die Hochröhnstraße und geht weiter auf Naturpfaden in Richtung Basaltsee.

Beim Basaltabbau stieß man in den 50ger Jahren auf Grundwasser, da das gegrabene Loch schneller wieder volllief, als man es abpumpen konnte, hatte man unbeabsichtigt ein von Menschenhand künstliche Idylle geschaffen. Die fabelhafte Kulisse des Basaltsees fügt sich in das sogenannte Steinerne Haus wirkungsvoll ein.

Nach einem Anstieg geht es am Maihügel (775 ü. M.) vorbei hinunter, um erneut den Franzosenweg zu kreuzen. Über die Els hinweg geht es der „Hangenleite“ entlang hinauf in Richtung Ilmenberg (787 ü. M.).

Bevor wir abseits der Liftanlagen bergab zur Thüringer Hütte kommen, genießen wir den Ausblick auf die Rother Kuppe (710 ü. M.). An Wochenenden und Feiertagen ist die Hütte meist sehr stark frequentiert. Die WINDBEUTEL dort sollte man auf jeden Fall probieren!!!

                     

Von der Thüringer Hütte aus geht es ein kurzes Stück zurück, um dann rechts haltend zuerst auf dem Teerweg, später wieder auf Schotter- und Naturwegen den Weg zurück zum Parkplatz anzutreten. Nachdem man wieder auf dem Rücken der langen Rhön angekommen ist erhascht man einen ständig wechselnden Blick auf die Faszination „Lange Rhön“ – ein Lebensraum seltener und sehr störungsempfindlicher Wiesenbrüter. Nach dem erneuten Überqueren der Hochröhnstraße erreicht man nach einem weiteren kurzen Anstieg das Plateau „Hohes Polster“.

Von hier aus geht es nahezu eben weiter. An der Landesgrenze zu Hessen biegen wir in Richtung Süden links ab und gehen zuerst einige Meter auf der Landesgrenze entlang. Wer sich hier über zwei blaue Schilder mit den Bezeichnungen E3 und E6 wundert, dem sei gesagt, dass sich an der Stelle auf den Fernwanderwegen E6 (Finnland <-> Türkei) sowie E3 (Böhmerwald <-> Santiago de Compostella), auch teilweise als Jakobsweg gezeichnet befindet.

Nachdem wir kurz bergabwärts gewandert sind erreichen wir auf einer Höhenlinie liegend wieder unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz Schornhecke.

Für die 14,8 km lange Rundtour benötigt man im gemütlichen Wanderschritt ca. 3,5 – 4 Stunden reine Wanderzeit. Sie können die Tour gerne mit lauffreudigen Kindern gehen. Durch die vielen Naturwege halte ich die Tour für Kinderwagen nicht geeignet.

Wanderkarten-Empfehlung:

„Hohe Rhön – mit Wasserkuppe, Milseburg und Kreuzberg“ in 1 : 35.000 vom Verlag Dr. Barthel

 

Als Startpunkt bieten sich drei Parkmöglichkeiten an: Wanderparkplatz Schornhecke (Geogr-Koordinaten.: 50.46862 N, 10.02379 E), Wanderparkplatz Thüringer Hütte (Geogr-Koordinaten.: 50.47897 N, 10.08153 E) oder die Parkmöglichkeiten am Basaltsee; Bitte beachten: Das Parken innerhalb des Naturschutzgebietes ist nur auf ausgezeichneten Flächen erlaubt!

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